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Kinder-Projekte

Für weitere Informationen über Aktivitäten besuchen Sie bitte: Karama's Archiv

Karamas Trip nach Dänemark 2007

trip to denmark

Seit Februar 2003 hat die Organisation ein Haus in Deheishe gemietet, in dessen Räumen an sieben Tagen pro Woche verschiedene Aktivitäten und Projekte für Kinder und Jugendliche angeboten werden. Hier ein paar Beispiele:

Kreativ Workshop


Die Idee hinter dem Kreativ Workshop bestand darin, zusammen mit den Kindern von Karama kleine Schachteln zu verzieren und sie dann anschlieβend zu verkaufen, um auf diese Weise ein wenig Geld für Karama zu verdienen. Alle Gewinne werden ausschlieβlich für dringend benötigte Materialien für zukünftige Projekte von Karama.boxmaking
Nachdem die Schachteln dekoriert wurden, füllten die Kinder sie mit Samen von typischen Blumen aus der Region. Die Schachteln wurden dann an Freunde und Unterstützer von Karama verkauft.
Ich habe die Schachteln als Spende von einem Schweden in Match erhalten und sie dann in meinem Gepäck nach Deheishe gebracht. Sie waren unbedruckt und noch nicht gefaltet oder verklebt, so dass ich sie leicht transportieren konnte. Ich weiss, dass es den Mann viel Zeit kostete die Schachteln zu organisieren und möchte ihm auf diesem Weg noch einmal für seine Bemühungen danken. Des Weiteren möchte ich mich bei den vielen lokalen Ladeninhabern bedanken, die uns mit vielen Sachspenden für den Workshop unterstützt haben. Wir,  und vor allem die Kinder sind dankbar  für diese groβzügige Unterstützung, ohne die es den Kindern nicht möglicht gewesen wäre in die Welt von Seidenpapier, Glitzer, Schmucksteinen und Farben einzutauchen. Der Workshop hat den Kindern zum einen das Gefühl gegeben, wie es ist Solidarität zu erfahren und sie zum anderen einen aktiven Part in der Entwicklung von Karama spielen zu lassen.

Beratung für Teenager

Preventive 2006Preventive 2006

Seit Januar 2006 bietet Karama – zunächst für ein Jahr – einen Workshop speziell
für Teenager an. Der Psychologe Sharly Zidan trifft sich zweimal im Monat mit
den Kindern und Jugendlichen, um mit ihnen über mentale, soziale und
psychologische Veränderungen zu sprechen, die sie während der Pubertät erleben.
Die Teenager erhalten außerdem die Möglichkeit, sich in Kleingruppen über ihre
Erfahrungen auszutauschen.

Ausflüge

Die Besatzung schränkt die Bewegungsfreiheit aller Palästinenser empfindlich ein. Oft ist es schon unmöglich das Flüchtlingslager zu verlassen, geschweige denn aus Bethlehem herauszukommen. Herrscht wieder einmal Ausgangssperre, so sind die Menschen mitunter tagelang an ihr Haus gefesselt. Kinder mit ihrem Bewegungsdrang leiden darunter besonders. Deshalb organisiert Karama regelmäßig - wenn es die politische Lage zulässt - Ausflüge in die nähere Umgebung, um die Kinder besser mit ihrer Heimat und der Natur vertraut zu machen und ihren Bewegungsdrang zu stillen.

Ein "Nachmittag für Kleinkinder"

Besonders Kinder leiden an den Bedingungen eines Lebens im Flüchtlingslagers. In Deheishe gibt es weder Spiel- und Sportplätze, öffentliche Kindergärten noch andere kindgerechte Beschäftigungsmöglichkeiten. Da etwa 80% der erwachsenen Einwohner von Deheishe arbeitslos sind, können sich die meisten Familien kein Spiel- und Bastelzeug leisten, womit vor allem Kleinkinder wichtige Lernprozesse und Fertigkeiten trainieren sowie erwerben.
Aus diesem Grund organisieren die älteren Kids von Karama regelmässig einen „Nachmittag für Kinder“. Jeden Freitag laden sie Kleinkinder im Alter von 4 bis 6 Jahre in unser Zentrum ein, um mit ihnen gemeinsam zu spielen, singen, tanzen und malen. Extra für diesen Zweck hat Karama auch ein paar Spielzeuge gekauft, womit sich die Kinder jedesmal begeistert und ausgiebig beschäftigen. Selbst die einfachsten Spielsachen wie Bausteine und Buntstifte, stellen für die meisten von ihnen etwas ganz Besonderes dar, da sie in Karamas „Nachmittag für Kinder“ die einzige Gelegenheit haben sich mit derartigen Dingen zu beschäftigen.
Darüberhinaus überlegen sich die Jugendlichen von Karama jedesmal selbständig besondere Aktivitäten, womit sie ihren kleinen Gästen eine Freude machen können. So haben sie sich in der Vergangenheit bspw. Tänze ausgedacht, Trickfilme besorgt und eine kleine Unterrichtsstunde gegeben, in der die Kinder erstmals arabische und englische Zahlen gelernt haben.

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Slam Poetry - Dichterschlachten

Um die Stimmen unserer Kinder zu hören, riefen wir die Slam Poetry Class ins Leben. Hier können sich die Kinder mit Gedichten - egal welcher Art, - gefühlvoll ausleben. Die Ziele dieses Kurses bestehen darin, die Frauen und Kinder mehr aktiv kreativ zu involvieren und somit ihre schriftlichen und mündlichen Englischkenntnisse zu verbessern. Gerade in Slam Poetry geht es darum, die tiefsten Ängste und Gefühle durch selbst geschriebene Gedichte zu präsentieren.
Slam Poetry soll dazu ermutigen, aus dem eigenen Wohlfühlbereich zutreten, und somit bisher ungekannten Situation konfrontiert zu sein, und lernt mit ihnen umzugehen. Der Kurs hilft, Frauen und Kindern, eine kreative Abwechslung zum Alltag zu entwickeln, und ihnen neue poetische Wege zu eröffnen

Nachhilfe für Studenten

Viele junge Menschen aus Deheishe besuchen die Offene Universität in Bethlehem. Da einige von ihnen nebenher arbeiten, um Geld für ihre Familien zu verdienen, nehmen sie nur unregelmäßig an den Vorlesungen teil. Nach der Arbeit holen sie den Unterrichtsstoff zu Hause nach, was sich ohne fremde Hilfe oft als schwierig erweißt.

Wa'el, ein Karama-Freiwilliger, der bereits Mathematikunterricht für Schüler/innen erteilt, bietet daher im Karama-Zentrum Nachhilfekurse für Studenten seines Studienganges an. Über einen Zeitraum von mehreren Monaten wird er 3 - 4 mal die Woche zwei Gruppen von jungen Männern in den Fächern Analyse und Mathematik Management auf deren Abschlussprüfungen vorbereiten.

Mathematikkurs

Die schlechte Schulausbildung im Flüchtlingslager macht sich u.a. besonders im Fach Mathematik bemerkbar. Der Mangel an Lehrern und überfüllte Klassen (45 Schüler im Durchschnitt) machen eine spezielle Förderung für Schüler mit Lernschwierigkeiten unmöglich. Seit 2003 erteilt daher Wa'el , ein Student aus Deheishe, mehrmals wöchentlich Mathematiknachhilfe. Zur Zeit unterrichtet er zwei Jungs-Kurse, eine Gruppe von jungen Mädchen sowie Schülerinnen, die bereits die High-School besuchen. Darüberhinaus bietet er in besonderen Fällen auch Privat-Unterricht an.

Englischunterricht

Die meisten Teilnehmer in Karama haben entweder durch die Schulbildung oder andere Einflüsse einen guten Wortschatz an Englischvokabeln. Trotzdem müssen sie in der Benutzung ihres grammatikalisches Wissens und der Vokabeln sicherer werden, um der Kreativität und Wortspiele freien Lauf zu lassen. Besonders auffallend war, dass die meisten Frauen und Kinder durch die Schule ein hohes Wissen an Vokabeln hatten, aber nie die Möglichkeit bekamen, damit praktisch zu üben.

Die Schüler haben jeden Tag eine Stunde Englischunterricht. Jede Stunde baute auf der vorhergegangenen auf, und wir mischten Sprechen-, Lesen-, Schreiben- und Hörlektionen. Gerade in der englischen Sprache ist die Motivation sehr hoch sie fließend zu sprechen, da es auch - neben Bruchstϋcken von Arabisch - die einzige Möglichkeit ist, mit den Voluntären zu kommunizieren.
Wir erfanden Rollenspiele, über Diskussionen mit den Nachbarn, zu formalen Telefonaten hinzu Vorlesungen an der Universität.

Die schwierigste Aufgabe war wohl, den Kindern beim täglichen Sprechen zu berichtigen, da sie sonst keinen haben, der sie korrigiert, und sich deshalb kleine Fehler im Laufe der Zeit eingeschlichen haben. Aber wie bei jedem anderen Schüler auch, wurden sie alle besser, je mehr sie gesprochen haben. Sie gewannen an mehr und mehr Selbstbewusstsein und wurden sicherer mit der Sprache zu spielen.
Der Englischunterricht diente somit nicht nur zur Vokabelerweiterung und zum sicheren Sprachgebrauch, sondern da auch außergewöhnliche Themen angesprochen wurden, konnten wir den individuellen Horizont der Kinder erweitern.

Kritisches Denken

Das Ziel dieser Unterichtsstunden ist die älteren Kinder über tägliche Situationen, und ihr Denken über das was sie sehen und fühlen zu erweitern. Haupsächlich sollen neue Ansätze und Blickwinkel erfasst werden und die Verbindung zwischen den verschiedensten Themen zu finden.

Der Unterricht wird auf Englisch gehalten, so dass die Kinder sich auch an den Alltagsgebrauch der Sprache gewöhnen. Wir Lehrer nehmen unterschiedliche Themen auf. So zum Beispiel bestand eine Stunde mal darin, eine milde Version des Milgram Experiments zu analysieren. Die Absicht war auf der einen Seite herauszufinden, was die Verantwortlichkeitsrollen auf sich haben, und auf der anderen Seite, welcher Effekt auf die Menschen in der eigenen Umwelt eintritt und wie sie darauf reagieren werden.
Eine andere Stunde bestand darin, alles positiv zu sehen und dann zu überlegen, wie dies auf einen selbst als Indivduum, aber auch auf die Gemeinschaft beeinflusst. Ebenfalls stellten wir Altruismus vs Egoismus gegeneinander auf, und versuchten wieder die Effekte auf die Gesellschaft zu analysieren.

Bemerkenswert war, dass die Kinder den Unterricht sehr willkommen hießen, und nach jeder Stunde mit neuen Ideen und Perspektiven Karama verließen. Der Zweck des Unterrichts wurde somit erfüllt, dass sie neue Konzepte und Theorien kennenlernten, und dass die Kinder Situationen gegenüber gestellt wurden, die sie entweder schon einmal durchlebt hatten, oder bestimmt in naher Zukunft kennenlernen werden.

Wall-painting Projekt

In Kooperation mit der christlichen Organisation Dar Annadwa, ermöglichte Karama sechs seiner Jungs die Teilnahme an einem Wall-painting Projekt, welches von der Al Quds Universität organisiert wurde. In Gemeinschaftsarbeit mit internationalen Künstlern und Freiwilligen bemalten die Jungs im Oktober 2004 mehrere Teile der Seperation-Wall, die das gesamte Westjordanland umschliesst und darüber hinaus sogar Teile des palästinensichen Autonomiegebiets von einander trennt.

wallpic1.......... wallpic2

Das Projekt gab den Jungs die Möglichkeit, ihre alltäglichen Gefühle künstlerisch zu verarbeiten und im Speziellen ihrer Haltung gegenüber der Mauer Ausdruck zu verleihen. Innerhalb von wenigen Tagen entstanden Gemälde und Mitteilungen unterschiedlichster Art, die nicht allein von Palästinensern betrachtet werden können, sondern auch bewusst die Aufmerksamkeit der internationale Gemeinschaft erreichen sollen.

Dabka – Tanz

Einige Jungen und Mädchen haben im Karama-Zentrum eine Tanzgruppe ins Leben gerufen, um gemeinsam den traditionellen arabischen Dabka – Tanz zu erlernen. Einer der Teilnehmer hat eigenständig die Leitung der Gruppe übernommen und unterricht die anderen mehrmals in der Woche. Während ihrer Übungsstunden kann man im gesamten Zentrum den Klängen traditioneller arabischer Musik lauschen und beobachten, wie andere Karama-Kids der Tanzgruppe beeindruckt zuschauen.

Theater - Workshop

Die zwei deutschen Volontärinnen Beate und Hannah kamen im September 2004 zu
Karama nach Deheishe, um einen Theater - Workshop für Mädchen im Alter zwischen 12 und 16 Jahren anzubieten. Über drei Wochen wurden die Teilnehmerrinnen in die modernen und unterschiedlichen Methoden des
Theaterspielens eingeführt. Mittels Bewegungsspielen, Konzentrations- und
Mimikübungen wurde das abstrakte und kreative Denkvermögen der Mädchen wie auch ihre Fähigkeiten zur Improvisation gefördert. Dabei lernten sie neue Möglichkeiten der Körpersprache und der Verständigung kennen.
Am 14.10.2004 haben die Mädchen das Resultat ihrer Arbeit im Jugend-Club
von Deheishe aufgeführt. Es war eine gelunge und interessante Performance mit Musik, Tanz und szenischer Darstellung.
Durch den Erfolg des Projektes, möchte KARAMA den Theater - Workshop auch
zukünftig in ähnlicher Form weiterführen.

Foto-Projekt

Ein anderes Projekt widmeten wir der Fotografie. Den älteren Kindern übergaben wir Digitalkameras und sie bekamen die Aufgabe von ihrer Umgebung Fotos zu machen. Beim Besprechen der Bilder fiel jedem sofort auf, dass viele einen politischen Hintergrund haben, so wurden z.B. Fotos von Handala, Graffitis von ermordeten Menschen - die oft symbol und erinnerungsträchtig im Camp anzuschauen sind -, oder die Palästinensische Flagge gemacht. Jedes der Kinder fotografierte auch Bäume und Blumen. Am Ende des Tages stellten wir fest, dass die Kinder durch die Bilder ihre Sehnsϋchte ausdrϋcken können, denn sie fotografierten das, was sie am Meisten bewegt und berϋhrt.

Schachklub

Dem Schachklub gehören 15 Mädchen und Jungen an und öffnet zweimal wöchentlich seine Pforten. Ziel ist, die Kinder von der Straße wegzubringen und ein Angebot bereit zu stellen, das ihre intellektuellen Fähigkeiten fördert. Wie in den meisten Projekten von Karama verbirgt sich auch hier die Idee, den Kindern einerseits nützliche Dinge beizubringen und ihnen anderseits eine Alternative zur täglichen Gewalt zu bieten. Osama - der Leiter des Clubs und einer der Karama Kinder - konnte somit sein Hobby den Karama Kindern zeigen. Im August 2009 wird der erste Wettkampf stattfinden.

Mobile Ausstellung

Gemeinsam mit den Kindern und dem Direktor von Karama, überlegten wir uns eine Art "Mobile Ausstellung", d.h. wir bemalten große Plakate, die man später in den verschiedensten Ländern zeigen kann.
Dazu nahmen wir 6 große Laken und bemalten sie mit Situationen, in denen sich die Kinder täglich durch die Besatzung konfrontiert sehen. So malten wir z.B.auf die jeweils 1x1m großen Laken, eine Gruppe von Jungen, die auf den engen Straßen Fußball spielt, zwischen dem Verkehr und Marktverkäufen.
Es wird deutlich, dass die Gemälde eher triste Farben und wenig Grün enthalten, doch dies sind Situationen, denen die Kinder täglich gegenüberstehen.

 

Leadership - Kurse

Hier in Karama bieten wir den Kindern auch Leadership Kurse an. Der Unterricht wird von einem langjährigen Mitglied von Karama geleitet, der immer wieder zum Präsidenten der Kinder gewählt wird. Er kümmert sich ganz speziell um die Sorgen und Aktivitäten der Karama Kinder.

Der Unterricht findet dreimal die Woche je eine Stunde statt. Die Idee dahinter ist nicht nur herauszufinden, was eine gute Leitung ausmacht, sondern auch die Qualitäten an die nächste Generation weiter zu geben.Durch die politische Lage in Deheishe und Palästina ist es wohl schwierig sich mit den mo/mentanen Führern des Landes zu identifizieren, da entweder Korruption oder allgemeine Unzufriedenheit herrschte. Wir versuchen somit die Kinder in lokale Probleme und Politik zu involvieren.Die meisten Unterrichtsstunden liefen so ab, dass die Kinder fragen stellen und Eigenschaften für einen guten Führer auflisten sollten, daraus wuchsen dann Diskussionen, in wie weit sich auch die Gesellschaft einmischen darf und sollte. Ein wichtiger Diskussionspunkt war, wie lang ein Präsident an der Macht bleiben sollte.

Karama -Kids live im Fernsehen

Im Juli 2008 brachte der lokale Fernsehsender SH-TV eine zweistündige Livesendung über unsere Karama - Kids. Die Kinder sprachen über ihr Leben, die Organisation und sangen Lieder ohne Scheu direkt in die Kamera.
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